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Farbenagnosie
Syn.: amnestische Farbenblindheit
trotz vorhandener Farbentüchtigkeit ist durch Schädigung der basalen Okzipitalhirnregion (Zentrum des Farbensehens) der Betroffene unfähig, die wahrgenommenen Farben richtig zu benennen.

Farbenanomalie
Farbenfehlsichtigkeit als Farbenseh- und Farbensinnstörung, eine meist angeborene Abweichung von der normalen Fähigkeit , Farben zu empfinden bzw zu unterscheiden. Beispiele: Rotschwäche (Protanomalie), Blauschwäche (Tritanomalie), Grünschwäche (Deuteranomalie). Die angeborenen Farbensinnstörungen kommen bei Jungen wesentl. häufiger vor als bei Mädchen.

Fatigue-Syndrom
Chronisches Müdigkeitssyndrom (fatigue = Ermüdung, Erschöpfung)

Fehlbildung
Fehlgestaltung eines Organismus oder seiner Organteile, kann genetisch - oder umweltbedingt auftreten.

Fehlernährung
Liegt vor bei unzureichender und/oder qualitativ minderwertiger Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr und führt u.U. zu Ernährungsstörungen, bzw Erkrankungen (z.B. Anämie, Infektanfälligkeit, Hypertonie, Diabetes Typ 2, Stuhlverstopfung, Adipositas...).

Feldenkrais-Methode
Eine Form der Körpertherapie, benannt nach ihrem Begründer Moshé Feldenkrais (1904 - 1984). Auf der Basis einer zwanzig- jährigen Erfahrung im Judo-Unterricht entwickelte F. diese körperorientierte Lernmethode, die es dem Übenden erlaubt, mehr über seinen Körper und die Bewegungsmuster zu erfahren, die seinen Alltag prägen. Nachteilige Bewegungsmuster sollen erkannt und neue alternativ aufgezeigt werden.

Festhaltetherapie
Die durch Martha Welch bekannt gewordene Festhaltetherapie ist eine (nicht anerkannte) Form der Psychotherapie, die durch aggressionsfreies, intensives Festhalten eines Kindes (oder Erwachsenen) Bindungsstörungen auflösen will. Das Kind soll so lange z.B. von der Mutter festgehalten werden, bis sich seine negativen Gefühle aufgelöst haben und das Festhalten als angenehm empfunden wird. Diese Form der Therapie ist sehr umstritten, u.a. da die Kinder aufgrund ihrer Störungen nicht frei entscheiden können, ob sie den nahen Körperkontakt wollen und somit evtl. Grenzüberschreitungen stattfinden, die von den Therapeuten oder Eltern nicht erkannt werden.

Fetus ( Fötus )
Entwicklungsstadium des Ungeborenen im Mutterleib etwa von der 5. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt.

Fieber
Erhöhte Körpertemperatur (beim Menschen über 38 °C, rektal gemessen) bei krankhaft verändertem Allgemeinzustand.

Finger-Nase-Versuch
Prüfung von Bewegungskoordination. Zunächst bei offenen, dann bei geschlossenen Augen wird versucht,mit einer Zeigefingerspitze die Nasenspitze zu berühren. Dabei wird mit dem Arm weit ausgeholt.

Fontanelle
Nur durch eine Membran verschlossene Knochenlücke am Schädel von Neugeborenen, die sich erst mit dem Wachstum der Schädelknorpel bzw. -knochen schließt. Beim Menschen unterscheidet man eine kleine Fontanelle (schließt sich mit der 6. Lebenswoche) und eine große F. (schließt sich zwischen dem 9. und 16. Lebensmonat).

Frühgeborenes
Neugeborenes, dessen Geburt vor der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche erfolgt. Probleme ergeben sich aus der funktionellen Unreife der Organe und den damit verbundenen Störungen. Frühgeborene sind bei guter Pflege längere Zeit kleiner und schwächer als zum Normaltermin geborene Kinder. Sie holen deren Vorsprung aber normalerweise bis zum 5. oder 6. Lebensjahr auf.

Fütterungsstörung
Von einer Fütterungsstörung bei Kindern / Babys spricht man, wenn mindestens 2/3 der täglichen Mahlzeiten durch Fütterprobleme unterschiedlicher Art über eine Zeitspanne von mehr als 4 Wochen hinweg beeinträchtigt werden. Die häufigsten Symptome einer F. sind tägliches Erbrechen, Verweigern der Nahrung, Verweigerung fester Nahrung, Schluckprobleme oder sehr geringer Appetit. Frühgeborene haben ein erhöhtes Risiko, eine Fütterungsstörung zu entwickeln.

Funktionsstörung (Dysfunktion)
Gestörte Tätigkeit von Organen, Störung der normalen Funktion von Zellen, Geweben oder Organsystemen. Es kann zu Verminderung von Leistung kommen sowie anatomische Veränderungen zur Folge haben. Damit wird ein Krankheitsgeschehen ausgelöst.