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Was macht ein Familientherapeut?

In einer Familie leben Menschen unterschiedlicher Generationen und verschiedenen Geschlechts zusammen, die sich zudem in ständiger Veränderung befinden: Kinder entwickeln sich weiter, leben vielleicht mit Geschwistern unterschiedlichen Alters zusammen, die sich anders verhalten als sie selbst. Auch die Eltern durchleben Prozesse, da sie immer wieder neuen Anforderungen ausgesetzt sind und sich dem Leben und der Familie stellen müssen. Somit stellt die Familie, ganz egal in welcher Zusammensetzung, ein sehr komplexes System dar, in dem sich die einzelnen Mitglieder gegenseitig beeinflussen und von den Schwierigkeiten jedes Einzelnen betroffen sind.

Aus dem Grund kümmert sich ein Familientherapeut nicht so sehr um eine einzelne Person, sondern um das Zusammenspiel innerhalb der Familie und um die Kommunikation zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. So kann man mit Hilfe der Familientherapie erreichen, dass die Beziehungen untereinander gestärkt und Schwierigkeiten und Entwicklungsstörungen gemeistert werden.

Eine Familientherapeutin sieht Verhaltensauffälligkeiten, psychosomatische Beschwerden oder andere psychische Probleme eines Kindes oder eines Jugendlichen als Hinweis darauf, dass innerhalb der Familie Schwierigkeiten bestehen, die allein nicht gelöst werden können. Folgende Symptome können auftreten:

  • Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Schlafstörunge
  • Einnässen, Ängste, Essstörungen
  • Rückzug, Aggressivität
  • Lern- und Leistungsstörungen
  • anhaltende, nicht lösbare Konflikte
  • Kriminalität
  • usw.

Oft hilft die Familientherapie dann, wenn andere Therapieformen, z.B. eine Einzeltherapie, nicht greifen konnten. Durch das Integrieren der ganzen Familie lassen sich häufig Probleme aufdecken, die zwischen einzelnen Familienmitgliedern bestehen und in der Therapie eines Einzelnen gar nicht offenbart werden konnten.

Durch die Anwesenheit einer außen stehenden, neutralen Person fällt es den Beteiligten oft leichter, über ihre Gefühle zu sprechen oder Beziehungsgeflechte zu verstehen. So können auch Tabuthemen angesprochen werden, die innerhalb einer Familie häufig vermieden werden. Das kann helfen, Blockaden zu lösen, Festgefahrenes zu verändern und Lösungswege zu finden.

Die Familientherapie wird für alle denkbaren Familienformen eingesetzt, z.B. für

  • Kleinfamilien
  • Großfamilien
  • Pflegefamilien
  • Einelternfamilien
  • Stieffamilien
  • oder andere Lebensgemeinschaften

 

 

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