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08.09.2010

Anthroposophie in der Kinderkrebstherapie

Kategorie: Gesundheit  |  Erstellt von: Kindertherapienetz

Obwohl Kinder eher selten an Krebs erkranken und gute Chancen auf Heilung haben, leiden Eltern häufig sehr unter der Diagnose und fühlen sich mit der Entscheidung für eine darauf folgende Behandlung oft überfordert. Eine Umfrage ergibt: Betroffene empfehlen die Anthroposophie als ergänzende Maßnahme zu den herkömmlichen und üblichen Behandlungsmethoden der Schulmedizin.

Viele Eltern befürworten die anthroposophische Medizin als ergänzende Maßnahme für ihre krebskranken Kinder. Im Rahmen einer Studie, durchgeführt vom Zentrum für integrative Kinderonkologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, wurden ca. 1000 Eltern in Deutschland befragt, deren Kinder innerhalb des letzten Jahres an Krebs erkrankt waren. 960 von ihnen (96%) sprechen eine Empfehlung für eine anthroposophische Begleittherapie aus - neben der herkömmlichen schulmedizinischen Behandlung.

Anthroposophische Medizin fördert und stärkt die Selbstheilungskräfte des Menschen und wird -u.a. in der Krebstherapie als Ergänzung zur Schulmedizin- in Form von mineralischen, pflanzlichen oder auch tierischen Mitteln/Medikamenten, unterschiedlichen Therapieformen oder Massageanwenungen angeboten. Die Studie des Zentrums für integrative Kinderonkologie ergab, dass eine große Anzahl (fast Dreiviertel) der anthroposophischen Behandlungen durch Ärzte verordnet wurden - im Gegensatz zu anderen ergänzenden Therapieformen, bei denen das nur zu etwa einem Drittel der Fall war.

Das Ergebnis der Studie bestätigt den Trend zur anthroposophischen Medizin und anderen alternativen Behandlungsangeboten, dem immer mehr Menschen folgen. Vor allem Kinder -aber auch alle anderen Patienten- profitieren von den nebenwirkungsarmen oder sogar -freien Produkten und Anwendungen, die zwar noch immer in den meisten Fällen privat gezahlt werden müssen aber dennoch oft viel kostengünstiger sind als verschreibungspflichtige Präparate - teils mit schwerwiegenden und unerwünschten Nebenwirkungen, die wiederum häufig behandlungswürdig sind.