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Was macht ein Kindertherapeut / Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut?

Leidet Ihr Kind unter psychischen Problemen wie z.B. Ängste, Essstörungen, ADHS oder anderen Verhaltensstörungen / -auffälligkeiten? Hat Ihr Kinderarzt Ihrem Sohn / Ihrer Tochter empfohlen, eine Psychotherapie zu machen? Hier finden Sie Informationen über die Arbeit von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.
Ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut hat nach dem Studium der Psychologie, der Sozialpädagogik o.ä. eine weiterführende Ausbildung als Psychotherapeut absolviert und ist somit in der Lage und befähigt, Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen zu behandeln. Im Gegensatz zu den Diplom-Psychologen (Kinderpsychologen) sind Psychotherapeuten approbiert, sie haben also eine Kassenzulassung. Wenn sie zusätzlich über einen Kassensitz verfügen, übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen die Kosten für die Therapie Ihres Kindes.


Anwendungsgebiete der KJP

Psychische Störungen aller Art, z.B.

  • Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Adipositas u.a.)
  • Angststörungen (soziale Ängste, Schulangst, Panikattacken u.a.)
  • Depressionen (Traurigkeit, Antriebsarmut, Rückzug, Suizidgedanken u.a.)
  • Störungen durch Alkohol / Drogen oder andere psychotrope Substanzen
  • Zwangsstörungen (Zwangsgedanken, Kontrollzwang, Waschzwang u.a.)
  • Anpassungsstörungen
  • Belastungsstörungen
  • Traumata (Störungen nach einschneidenden Erlebnissen)
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Somatoforme Störungen (Bauch-, Kopf- oder andere Schmerzen ohne organischen Hintergrund, z.B. Übelkeit morgens vor der Schule, u.a.)
  • Entwicklungsstörungen
  • ADHS / ADS
  • andere Verhaltens- oder Persönlichkeitsstörungen
  • usw.

Um einen passenden Therapeuten für Ihr Kind zu finden, dürfen Sie bis zu 5 unterschiedliche Psychotherapeuten aufsuchen. Diese 5 Erstgespräche (‚probatorische Sitzungen') werden von den Krankenkassen gezahlt und dienen der Suche nach einem ‚passenden' Therapeuten. Denn auch die Chemie muss stimmen ... Haben Sie sich (bzw. Ihr Kind) für einen Therapeuten entschieden, reicht die Chipkarte, um die Therapie beginnen zu können. Eine Überweisung ist bei Kindern nicht notwendig.
Der Therapeut beginnt mit einer gründlichen Diagnostik und erstellt einen Behandlungsplan für Ihr Kind. Es folgt die Antragstellung bei der Krankenkasse, der üblicherweise Folge geleistet wird, vor allem dann, wenn es sich um einen Erstantrag handelt. Die dann folgende Psychotherapie dauert meist zwischen 30 und 80 Stunden mit 1 bis 2 Stunden pro Woche.


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