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Darmflora
Die Darmflora besteht aus im Dickdarm vorkommenden Mikroorganismen in Form von Bakterien der Gattungen Escherichia coli, Bacillus acidophilus und bifidus, Enterokokken und einigen anderen. Sie ist wichtig für die Erhaltung der Gesundheit und wird gestört z.B. durch die Einnahme von Antibiotika und ungünstige Ernährung, u.a. mit viel Zuckergehalt, Weißmehlprodukten und wenig Gemüse.

Darmkolik
Eine Darmkolik zeigt sich durch krampfartige Schmerzen im Unterbauch als Folge von erhöhter Muskelaktivität. Auslöser sind vielfältig.

Deeskalationstraining
Der Begriff „Deeskalation" steht hier für die Verhinderung oder die Unterbrechung von Gewalt in Konfliktsituationen. Das Deeskalationstraining soll die Gewaltbereitschaft senken und den neuen, gewaltlosen Umgang mit Konflikten fördern. Strategien zur gewaltfreien Auseinandersetzung werden erlernt und geübt - immer unter Aufsicht eines Experten. Im besten Falle werden die Gründe für das gewaltbereite Verhalten bearbeitet. Ein Deeskalationstraining kann aber auch präventiv, also vorsorglich, eingesetzt werden, z.B. an Schulen oder bereits im Kindergarten.

Dehydration
Eine Dehydration ist ein Mangel an Körperwasser und ensteht u.a. durch zu geringe Trinkmengen oder durch eine Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes. Der Zustand kann lebensbedrohlich sein.

Depersonalisation
Die Depersonalisation ist ein Gefühl, dem eigenen „Ich" fremd zu sein. Das „Ich" wird nicht als Teil der eigenen Person wahrgenommen, der Betroffene fühlt sich oft fremdbeeinflusst oder -gesteuert. Diese Störung kommt vor u.a. bei Schizophrenie, beim Borderline Syndrom oder auch in der Pubertät oder ausgelöst durch Erschöpfung.

Depression
Eine Depression bzw. depressive Episoden äußern sich vor allem in trauriger, gedrückter Stimmung, vermindertem Interesse, fehlender Energie und leichter Ermüdbarkeit, auch schon nach kleinen Anstrengungen. Oft ist der Appetit vermindert und es bestehen Schlafstörungen. Konzentration und Aufmerksamkeit sind häufig eingeschänkt, vorher leicht zu bewerkstelligende Tätigkeiten fallen schwer und können nur mühsam ausgeführt werden.
Es gibt viele Formen depressiver Störungen, die alle unter dem Begriff „Affektive Störungen" zusammen gefasst werden (z.B. die bipolar affektive Störung, manische Episoden, depressive Episoden u.a.)

Dermatitis
Eine Dermatitis ist eine akute entzündliche Reaktion der Haut mit Rötungen und Schwellungen. Es können sich Bläschen und Krusten bilden, die jucken und/oder brennen. Bekannt auch bei Säuglingen und Kleinkindern als sog. Windeldermatitis.

Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist eine chronische Hyperglykämie mit daraus resultierenden gestörten Stoffwechselprozessen und Organschäden.
Man unterscheidet unterschiedliche Diabetesformen, von denen Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2 die bekanntesten sind.
Bei dem Typ-1-Diabetes wird zu wenig Insulin produziert, weil die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Insulinproduktion zuständig sind, ihre Arbeit eingeschränkt oder ganz eingestellt haben. Der Typ-1-Diabetes tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf - mit steigender Tendenz - und bezeichnet eine „absolute Insulinresistenz".
Symptome sind u.a. starker Durst, erheblicher Harndrang, Zittrigkeit, Schwäche, Müdigkeit, trockene und juckende Haut, Heisshunger (mit Gewichtsabnahme). Mit abnehmender Insulinproduktion nehmen die Symptome zu - bis hin zur lebensbedrohenden Ketoazidose (Übersäuerung des Blutes, Koma ist möglich).
Zur Behandlung des Typ-1-Diabetes wird Insulin gespritzt, das Einhalten einer speziellen Diabeteskost ist sehr wichtig!
Der Typ-2-Diabetes beginnt meist erst im Erwachsenenalter und ist oft Folge von Übergewicht und einer ungesunden Lebensweise. Es besteht dann eine Resistenz auf Insulin, v.a. der Leber, oft auch eine Störung der Inselfunktion. Der Typ-2 hat eine „relative Insulinresistenz".
Die Therapie besteht selten aus Tabletten, generell aus gesunder Ernährung, Gewichtsreduktion und mäßiger Bewegung. So kann der Blutzuckerspiegel oft dauerhaft gesenkt und stabil gehalten werden.

Diarrhö
Diarrhö nennt man das häufige Absetzen (mehr als 3x täglich) von ungeformtem, zu flüssigem Stuhl (sog. „Durchfall"). Das Auftreten kann akut oder chronisch sein und ausgelöst werden u.a. durch Krankheitskeime, Medikamente, Abführmittel, Allergene oder auch schleimhautreizende Nahrungsmittel.

Differentialdiagnostik
Eine Differentialdiagnose ist eine Erkrankung mit ähnlichen Symptomen wie die der Verdachtsdiagnose und muss vor dem Stellen der endgültigen Diagnose ausgeschlossen werden.

Dysarthrie
Die Dysarthrie ist eine Sprechstörung als Folge einer Störung der Aussprache.

Dysgraphie
Die Dysgraphie (auch Agraphie genannt) ist eine Störung der Schreibfähigkeit. Betroffene sind nicht fähig, Wörter oder ganze Sätze zu schreiben, obwohl motorische Fähigkeiten und Intelligenz vorhanden sind. Es wird unterschieden zwischen Lexikalischer Agraphie, Phonologischer Agraphie, Semantischer Agraphie und Apraktischer Agraphie.

Dyskalkulie
Die Dyskalkulie ist eine Teilleistungsschwäche im Sinne einer Entwicklungsverzögerung des mathematischen Denkens bei Kindern und Jugendliche (und auch Erwachsenen), die sich als ständige verminderte Leistung im Bereich der Mathematik zeigt, aber nicht mit dem Zahlenanalphabetismus zu verwechseln ist. Synonym ist Rechenschwäche, Ursachen sind bisher nicht eindeutlig geklärt.

Dyslalie
Eine Sprechstörung, bei der die Artikulation gestört ist und sich u.a. im Auslassen einzelner Laute oder durch das Ersetzen falscher Laute zeigt. Dyslalie wird auch als „Stammeln" bezeichnet.

Dyslexie
Eine Dyslexie äußert sich durch eingeschränktes Lesevermögen und ist oft kombiniert mit einer Sprachschwäche.