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Ebstein-Syndrom
Das Ebstein-Syndrom ist eine angeborene Fehlbildung des Herzens, bei der u.a. der rechte Vorhof vergrößert ist.

Echinacea
Echinacea, auch als Kegelblume oder Sonnenhut bekannt, enthält Inhaltsstoffe, die das Abwehrsystem stärken und somit eine Immunstärkung bewirken sollen. Hilfreich u.a. bei immer wieder auftretenden Atemwegsinfekten, Harnwegsinfekten, bei Herpes und auch (äußerlich) zur Wundbehandlung.

EEG
Abkürzung für „Elektroenzephalogramm". Das EEG registriert bioelektrische Schwankungen im Gehirn, misst also die dortige elektrische Aktivität.

Einkoten
Synonym ist „Enkopresis". Einkoten ist das wiederholte Absetzen von Stuhl/Kot an Stellen, die nicht dafür vorgesehen sind, und in einer Frequenz von mindestens 1x im Monat über mindestens 3 Monate. In manchen Fällen verteilen die Kinder ihren Kot zusätzlich über den Körper. Die primäre Enkopresis beschreibt die Verlängerung der kindlichen Inkontinenz, d.h. die normale Phase des Nichtsauberseins. Die sekundäre Enkopresis ist der Verlust der Kontinenz, nachdem das Kind bereits über mindestens 6 Monate hinweg sauber war.

EKG
Abkürzung für „Elektrokardiogramm". Das EKG registriert die Herzaktivität und zeichnet sie auf.

Ekzem
Schubweise auftretende, stark juckende Entzündung der Haut (Juckflechte), meist hervorgerufen durch eine Überempfindlichkeit auf verschiedenartige Reize. Nach zunächst flächenhafter Rötung und Schwellung der Haut entstehen erst Knötchen, dann Bläschen. Sobald diese platzen, bilden sich in dieser Region nässende Hautstellen. Nach dem Eintrocknen kommt es zur Krustenbildung, im Stadium der Abheilung schließlich zur Schuppung.
Diese Hauterkrankung findet sich häufig bei Kindern und Jugendlichen. Sie ist nicht ansteckend.

Ekzem, seborrhoisches der Säuglinge
Am Kopf und in Körperfalten bei Säuglingen auftretende kleinfleckige, in die Fläche gehende Hautrötung mit leichter Schuppung.

Elterngeld
Von Familien mit kleinen Kindern kann Elterngeld als Entgeltersatzleistung beantragt werden. Die Zahlung geht über die Zeit des Mutterschutzes hinaus und wird in Deutschland bis zu 14 Monate lang gezahlt.

Elternzeit
Als Elternzeit wird die unbezahlte Freistellung von der Arbeit nach der Geburt eines Kindes bezeichnet. Eltern in Deutschland haben auf diese Freistellung einen Rechtsanspruch. Die maximale Laufzeit beträgt 3 Jahre. Anspruchsberechtigt sind Mütter und Väter gleichermaßen. Sie haben die Wahl, die Elternzeit gleichzeitig oder nacheinander zu nehmen. Während der E. kann einer Teilzeitbeschäftigung von bis zu 30 Wochenstunden nachgegangen werden.

Emotion
(starke) seelische Erregung, Gemütsbewegung

Endoskopie
Diagnostische Ausspiegelung von Körperhöhlen oder Hohlorganen mit dem Endoskop

Energiebilanz
Konstatiert die Differenz zwischen Energiezufuhr durch Nahrungsaufnahme und dem Energieverbrauch im Stoffwechsel. Sie kann sich positiv in Form von Energieüberschuss oder negativ in Form von Energieabbau zeigen.

Enteritis
(Darmentzündung, Darmkatarrh) häufigste Erkrankung des Dünndarms, kann auf Überladung des Magens mit schwer verdaulichen, auch verdorbenen Nahrungsmitteln oder gar Vergiftungen beruhen. Es gibt auch infektiöse Formen der Enteritis. Sie gehen oft einher mit starken Leibschmerzen verbundenen übel riechenden, wässrigen Durchfällen, Erbrechen, Fieber, einer belegten Zunge sowie Mundgeruch. Verursacher können u.U. Allergene, Giftsubstanzen (z.B. Chemikalien), radioaktive Strahlung, Salmonellen, Strepto- und/oder Staphylokokken sein. Bei Säuglingen kann diese Erkrankung durch hohe Flüssigkeitsverluste rasch zu einer gefährlichen Dehydrierung mit Störungen des Elektrolythaushaltes kommen.

Entspannungsverfahren
Bezeichnet übende Verfahren zur Verringerung körperlicher und geistiger Anspannung. Entspannungsverfahren sind u.a. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Kunst- und Musiktherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, meditative Verfahren, u.U. Hypnose, imaginative Verfahren, Biofeedback. E. können eingesetzt werden im Rahmen einer Psychotherapie oder einer umfassenden schmerztherapeutischen Behandlung.

Entwicklungsalter
Im Vergleich zum Durchschnittsentwicklungsstand Gleichaltriger wird Bezug genommen auf den Stand der körperlichen und geistigen Entwicklung eines Menschen.

Entwicklungspsychologie
Die Entwicklungspsychologie ist als Teilgebiet der Psychologie stark von der Erforschung des Säuglings- und Kleinkindalters beeinflusst. Gegenstand der E. ist die Beschreibung, Vorhersage und auch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens im Hinblick auf die gesamte Lebenszeit. Die E. beschäftigt sich mit der Veränderung eines Menschen - vor allem werden u.a. körperliche, emotionale, kognitive, motorische und sprachliche Entwicklung beobachtet und die soziale Bindung, das Sozialverhalten und auch die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern erforscht. Die Entwicklungspsychologie wurde v.a. durch Jean Piaget und Albert Banduras bekannt.

Entwicklungstest
Psychologisch durchgeführte Tests bei Kindern, die ein differenziertes Entwicklungsprofil liefern sollen. Z.B. Screenings, eine Auswahl von Kurzverfahren, die eine Grobeinschätzung (auffällig/unauffällig) zulassen, Sprachtests, Intelligenztests sowie spezifische Leistungstests, die etwas über den Entwicklungsstand aussagen können.

Entwicklungsverzögerung (Retardierung)
Verlangsamung, Hemmung der geistigen oder körperlichen Entwicklung gegenüber dem Lebensalter, auch unter Reifungsverzögerung oder Reifungshemmung bekannt.

Enzephalitis (Gehirnentzündung)
Bezeichnet zusammenfassend die verschiedenen durch Bakterien, Viren hervorgerufenen entzündlichen Erkrankungen des Gehirns, wobei auch häufig das Rückenmark mit befallen sein kann. Die ersten Anzeichen gleichen zunächst denen einer fieberhaften Erkrankung, hinzu kommen können zentralnervöse Symptome Kopfschmerzen, Benommenheit, Lichtscheu, Gliederschmerzen, Erbrechen sowie manchmal Lähmungen einzelner Hirnnerven, epileptische Anfälle und erhöhter Gehirndruck

Epikutantest
Allergietest (Patch-Test), mit dessen Hilfe ermittelt werden soll, ob eine Kontaktallergie vorliegt. Die auszutestenden Allergene werden mittels eines Pflasters über viele Stunden (meist 48) mit der Haut direkt in Berührung gebracht, bevorzugt auf dem Rücken des Patienten. Der Epikutantest ist derzeit das einzige Mittel, um Spätallergien zu erkennen, bei denen zwischen Erstkontakt und Reaktion ein größerer Zeitraum liegt.

Epilepsie (Fallsucht)
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch Krampfanfälle (epileptische Anfälle) gekennzeichnet ist. Ursache der Anfälle ist eine abnorme nervliche Erregungsbildung im Gehirn. Epileptische Anfälle dauern in der Regel nur wenige Minuten. Man unterscheidet zwischen der idiopathischen und der symptomatischen E. Bei der ersteren liegen keine krankhaften Veränderungen des Gehirns vor. Die symptomatische E. ist jedoch Folge einer Gehirnschädigung oder Krankheit. Zur Sicherung einer Diagnose werden EEG, CT, MRT und Blutuntersuchungen herangezogen. Es gibt noch eine Sonderform der Epilepsie, den Status epilepticus. Er dauert über 20 Minuten an und ist lebensbedrohlich. Folgende Faktoren können zu epileptischen Anfällen führen: Sauerstoffmangel, Hyperventilation (übermäßige Atmung), Schlafmangel, psychische Belastungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Erbkrankheit (Heredopathie)
Veränderung der Erbanlagen, die sich als Erkrankung des Organismus auswirkt. Mutierte Gene werden auf die Nachkommen vererbt. Erbkrankheiten können mehrere Generationen überspringen, wenn die krankhafte Anlage rezessiv ist. Ist sie dominant, so erkranken die Kinder mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%. Manche Erbkrankheiten sind geschlechtsgebunden.

Ergotherapie
Beschäftigungstherapie, die auch Teile der Arbeitstherapie umfasst. Ergotherapie kann die Wiederherstellung von körperlichen oder geistigen Funktionen unterstützen, sie kann körperliche und geistige Funktionen über eine längere Krankheitsdauer hinweg erhalten. Sie gibt Kranken die Möglichkeit, durch kreatives und handwerkliches Tun ihr seelisches Befinden zu verbessern, ihre Eigeninitiative und das Selbstvertrauen zu stärken. Die E. stützt die kognitive Leistungsfähigkeit und fördert lebenspraktische Tätigkeiten. Sie ist dabei behilflich, zu einer realistischen Selbsteinschätzung der eigenen Möglichkeiten zu gelangen. Ergotherapeutisch gearbeitet wird u.a. in den Bereichen Orthopädie, Geriatrie, Unfallchirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Suchtkliniken...

Erwartungsangst
Angst vor dem Neuen und Unbekannten, Angst vor der Zukunft, Angst vor der Angst. Sie kann mit Panikattacken einhergehen. Vegetative Störungen wie starke Blässe, Kreislauf- und Atemprobleme, Magen- und Darm-Missempfindungen können auftreten.

Erziehungsurlaub (s. Elternzeit)