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21.12.2010

Anstieg von Angststoerungen bei Kindern

Kategorie: Psychologie  |  Erstellt von: Kindertherapienetz

Die Techniker Krankenkasse (TK) gibt bekannt, dass sich allein in Niedersachsen aktuell ca. 13.000 Kinder unter 10 Jahren aufgrund einer Angststörung in therapeutischer Behandlung befinden.

Die häufigsten Gründe für eine Therapie seien Trennungsängste, traumatisierende Erlebnisse durch Scheidung der Eltern oder einen Todesfall einer engeren Bezugsperson oder auch Gewalterfahrungen. Auffällige Verhaltensweisen der Kinder wie Wutausbrüche, Klammern, Weinen oder auch somatoforme Störungen in Form von Bauch- oder Kopfweh lassen die Eltern nach Hilfe suchen.

Vor allem Kindergarten- und Vorschulkinder leiden offenbar unter der täglichen Trennung von den Eltern und klammern sich weinend an Mama oder Papa - als morgendliches Ritual, das sich für alle Beteiligten belastend auswirkt und immer öfter in eine psychologische oder psychotherapeutische Praxis führt.

Manchmal übertragen sich die Ängste der Eltern auf die Kinder, z.B. wenn sie ihren Schützlingen wenig zutrauen und ihre Angst vor negativen Erfahrungen nicht verbergen können. Diese Unsicherheiten lassen die Eltern oft klammern und können zu kindlichen Ängsten und zu daraus resultierendem Fehlverhalten führen.

Eltern betroffener Kinder finden professionelle Hilfe bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kinder- oder Schulpsychologen oder auch beim psychosozialen Dienst.