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03.04.2011

Kuhmilchallergie oder Laktoseintoleranz?

Kategorie: Allergien/Unverträglichkeiten  |  Erstellt von: Kindertherapienetz

Immer mehr Kinder leiden unter Symptomen - von leicht bis sehr ausgeprägt -, wenn sie Milchprodukte zu sich nehmen. Milch, Käse, Eis, Quark und Joghurt lösen Bauchweh, Übelkeit, Durchfall oder andere Beschwerden aus, und die Frage liegt nahe, was genau die Betroffenen quält. Ist es eine Laktoseintoleranz oder vielleicht eine Kuhmilchallergie? Und wo ist der Unterschied?

Bei der Laktoseintoleranz fehlt dem Körper das Enzym Laktase, das im Dünndarm gebildet wird und die Aufgabe hat, den Milchzucker (die Laktose) aufzuspalten, so dass er vom Körper verwertet werden kann. Mangelt es an dem Enzym, wird der Milchzucker nicht vertragen und der Körper reagiert mit Bauchweh und Co.

Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um eine Unverträglichkeit, eine sogenannte Intoleranz. Sie besteht selten von Geburt an, sondern entwickelt sich langsam, da im zunehmenden Alter die Produktion der Laktase nachlässt.
Mittlerweile hat sich die Lebensmittelindustrie auf die wachsende Zahl der Milchzuckerintoleranten eingestellt und bietet eine Vielzahl an laktosefreien Produkten an. So müssen auch Betroffene nicht auf Milch, Käse und Co. verzichten. Und es gibt Laktase-Tabletten, mit deren Hilfe es sich auch mal sündigen lässt.

Bei der Kuhmilchallergie handelt es sich nicht um eine Unverträglichkeit, sondern um eine richtige Allergie. In diesem Fall reagiert das Immunsystem auf die Eiweißbestandteile der Milch und es kommt zu Bauchweh, Durchfall oder Erbrechen.

Kuhmilchallergiker müssen alle Milchprodukte konsequent meiden und auch auf Spuren davon verzichten. Das gestaltet sich oft schwierig, da kleine Mengen des Milcheiweißes auch in Lebensmitteln vorkommen, in denen man es nicht vermuten würde: Wurstwaren, Gewürze, Suppenkonzentrate, Fertiggerichte, Ketchup, Mayonnaise oder auch Ziegen- oder Schafskäse können Kuhmilchanteile enthalten. Oft werden Milchbestandteile so deklariert, dass sie nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Man muss lernen, dass Casein, Molkenpulver oder Molkenprotein auch Bestandteile der Kuhmilch sind.

Die häufig empfohlenen Produkte aus Soja (Tofu, Sojacreme, -drink, -pudding usw) sind für wenige Kuhmilchallergiker eine Alternative, da sie häufig auch nicht vertragen werden.

Ganz einfach ausgedrückt könnte man sagen: Bei der Laktoseintoleranz hat der Körper ein Problem mit dem Milchzucker, bei der Kuhmilchallergie dagegen mit dem Milcheiweiß.


Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?

Es werden immer mehr Methoden entwickelt, die Erfolge versprechen. Bioresonanz, Homöopahtie, NEAT sind nur drei von ihnen. Wer sich damit auseinander setzt, findet vielleicht eine Behandlungsmöglichkeit, um die Allergie oder Unverträglichkeit/Intoleranz einzudämmen oder sogar auszuschalten.

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