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26.03.2010

Immer mehr Verordnungen bei ADHS

Kategorie: Gesundheit  |  Erstellt von: Kindertherapienetz

Ein Kind in fast jeder Schulklasse - das heißt, dass etwa jedes 32. Kind in Deutschland einen der Wirkstoffe Methylphenidat (in dem Medikament „Ritalin" enthalten) oder Atomoxetin (in „Strattera" enthalten) verordnet bekommt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Verschreibungen um fast 5%, wobei der größte Anteil der Verordnungen für Jungen ausgestellt wurde (75%).

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat auf eine Entscheidung der Europäischen Kommission reagiert und die Zulassung für Methylphenidat eingeschränkt - aufgrund möglicher Nebenwirkungen und Fehlverordnungen. Zudem müsse die Behandlung mit genannten Medikamenten unter der Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen stattfinden.

Bevor ein Medikament gegen ADHS verschrieben und eingenommen wird, sollte sorgfältig geprüft und abgewogen werden, ob die Einnahme notwendig und vertretbar ist. Mittlerweile gibt es viele Alternativen bzw. Ergänzungen zur medikamentösen Behandlung, u.a. Verhaltenstherapie, Entspannungsverfahren u.a., um die kleinen Patienten (und deren Eltern) nicht nur ruhig zu stellen sondern nebenwirkungsfrei zu behandeln und zu unterstützen.